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Datum: 12. Juli 2003, Samstag
Frances Lake Wilderness Lodge
Bericht:
Unser erster ganzer Tag auf der Frances Lake Lodge. Heute stand ein Bootsausflug zum Frances River auf dem Programm. Zuerst aber vielleicht noch ein paar Angaben zu Frances Lake Lodge. Die Lodge befindet sich auf dem Westarm des Frances Lake und ist nur per Boot oder Wasserflugzeug erreichbar. Der Nächst grössere Ort ist Watson Lake am Alaska Highway und ist ca. 175 Kilometer (ca. 2 Autostunden) südlich vom Frances Lake Campground entfernt. Alle Nahrungsmittel und auch Benzin, Gas usw. müssen herbeigeschaffen werden. Whitehorse liegt 630 Kilometer oder ca. 7 Autostunden entfernt. Alle grösseren Besorgungen werden in Whitehorse getätigt. Die Lodge gehört der Familie Altherr, einem eingewanderten Schweizer Ehepaar. (Mehr dazu und weitere Bilder zu Lodge, später)
Unser Blockhaus. Luxus darf man natürlich nicht erwarten, ist aber auch selbstverständlich da man sich wirklich weit abseits von der Zivilisation aufhält. Und dennoch sind die Blockhäuser sehr schön und recht komfortabel eingerichtet. Die unteren Bilder zeigen "unsere" Blockhauseinrichtung. Fliessend Wasser ist natürlich genausowenig vorhanden wie Abwasser. Das Haus hatte zum Beispiel vier Schlafplätze, einen Ofen (nie gebraucht), ein Camping-WC, ein Frischwasserbehälter und ein Schreibtisch mit Petroleumlampe.
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Nach einem ausgiebigen Frühstück machten wir uns gegen 9.00 Uhr auf den Weg. Wir waren heute 5 Personen die sich auf diese Tour begaben. Markus, unser Wildnisführer, ebenfalls eingewanderter Schweizer, führte uns per Motorboot den Frances Lake hinunter. Unser Ziel war heute der Frances River. Unterwegs machten wir kurz einen Stop um ein altes Indianergrab zu besichtigen.
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Der Frances River ist der einzige richtige Abfluss vom Frances Lake. Der ruhig dahingleidende Fluss ist geradezu ideal um sich mit dem Motorboot ohne Motorenlärm flussabwärts treiben zu lassen. Am Fluss entlang konnten wir einige verlassene Blockhäuser sehen. Auch ein verlassenes Adlernest konnten wir aus der Ferne beobachten.
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Die Seelandschaft entlang des Frances River bietet immer wieder die Gelegenheit um einen kurzen Spaziergang zu machen.
Gegen Mittag machten wir dann auf einer kleinen Insel eine Pause um unsere mitgebrachten Brote zu essen. Um ungestört unser Mittagszeit zu geniessen mussten wir ein Feuer machen damit wir ein wenig Ruhe hatten von den lästigen Moskitos. Solange man sich auf dem Boot befand waren die Moskitos kein Thema. Das Problem kommt erst wenn man sich an Land begibt. Dann wird man regelrecht angegriffen von diesen Viechern. Aber wie schon einmal gesagt, mit der Zeit gewöhnt man sich an diesen Zustand. Aber ohne Mückenspray würde ich mich nie in diese Wildnis hinauswagen.
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Fischen im Yukon. Es gibt nichts einfacheres. Aber eines muss man wissen. Es herrschen strenge Bestimmungen. Einfach so drauf loszufischen ist auch im Yukon nicht mehr erlaubt. Wer erwischt wird zahlt da saftige Bussen. Ohne Angellizenz läuft schon gar nichts. Auf der Lodge konnte man für 5$ eine Tageslizenz erwerben, was sich für den Gelegenheitsfischer sicher lohnt. Natürlich musste ich das ja ausprobieren, schiesslich habe ich extra meine Angelrute aus der Schweiz mitgebracht. Viel Geduld wie bei uns in Europa braucht es da nicht. 1 bis 2 Auswürfe und schon zappelt ein Fisch an der Angel.
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Der Frances Lake gehört zu Kategorie "Schongewässer". Hier ein paar Details zu Seeforelle, Poaräschen und Kanadahechte. Seeforelle: Bis 65 cm darf man sie behalten. Von 65-100cm muss man sie wieder freisetzten. Ab 100cm darf man pro Tag einen behalten. Polaräschen die wir an diesem Tag gefangen haben: Bis 40cm darf man sie behalten. Von 40-48cm muss man Sie wieder freisetzen. Ab 48cm darf man pro Tag einen behalten. Der Kanadahecht. Bis 75cm darf man sie behalten. Von 75-105 muss man sie wieder freisetzten. Ab 105cm darf man pro Tag einen behalten. Bei soviel Bestimmungen kann man den Überblick schon mal verlieren. Zudem sind diese Regelungen noch von Gewässer zu Gewässer verschieden. Eins sollte einem aber bewusst sein. Wer eine Seeforelle von über einem Meter aus dem Wasser zieht, tötet ein Fisch der wahrscheinlich etwa 50 Jahre alt war.
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Nachdem wir nach kurzer Zeit bereits genügend Fisch fürs Abendessen hatten, fuhren wir anschliessend wieder den Frances River hinauf. Am Späteren Nachmittag erreichten wir wieder die Lodge. Kurz darauf fing es stark an zu regnen der bis in die frühen Abendstunden andauerte. Erst so gegen 22 Uhr als ich diese Foto machte beruhigte sich das ganze wieder. Da Wetterprognosen hier in der Wildnis recht schwierig sind muss man immer und zu jeder Tageszeit mit Regen rechnen. Zum Abendessen gabs natürlich unseren mitgebrachten Fisch. Elfi die Köchin auf der Frances Lake Lodge zauberte uns ein feines Essen auf den Tisch. Was nach so einem Wildnistag doch richtig gut tat.












