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| Rolf Weber, von Wildwestcampers,
holte uns bereits um 9.00 Uhr am Hotel ab, obwohl wir laut
Reisedokument
eigentlich erst gegen 10.00 Uhr mit ihm einen Termin hatten. Uns
hat das aber nichts ausgemacht, im Gegenteil, wir waren sogar froh
konnte
es früher
losgehen.
Wegen
dem Jetlag waren wir nämlich bereits um 6.00 Uhr auf den Beinen.
Die Übergabe ging zügig über die Bühne, Rolf
musste uns nicht mehr viel
erklären,
da wir den Van-Camper von unserer 2003er Reise bestens kannten. Der
Camper war wiederum top ausgestattet. Das ist wirklich erwähnenswert
und nicht selbstverständlich. Einziger Wermutstropfen war der
fehlende Wohnraum-Spiegel. Aber Rolf wird auch das noch in Ordnung
bringen,
da bin ich überzeugt. Der Camper hatte Jahrgang 2003 und ca.
37000 Kilometer auf dem Buckel. Gegen 11 Uhr waren wir schon unterwegs
zum Supermarkt, um unsere Lebensmittel für
die
kommenden
Tagen aufzufüllen.
Wir hatten
uns
für den Safeway
entschieden und mussten nachher einsehen, dass der Superstore
besser gewesen wäre. Das Safeway-Angebot war nicht gerade berauschend,
was sich auch im weiteren Verlauf der Reise bestätigen sollte.
Superstore ist da um einiges besser. |
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Bereits um 12 Uhr hiess es " Auf
nach Calgary ".
Calgary, das Manhatten der Prärie, ist flächenmässig
die zweitgrösste
Stadt Kanadas. Eine Million Menschen leben hier auf 1050 Meter
über Meer. Calgary einfach links liegen zu lassen, wie wir
dies im Jahr 2001 getan haben, wäre sicher die falsche Entscheidung.
Sicher, Calgary ist
nicht Vancouver, aber trotzdem, die Olympiastadt von 1988 hat einiges
zu bieten und für einen Bummel durch Downtown sollte man ruhig
2-3 Stunden einplanen. Am
besten
nimmt
man den
Memorial
Drive
um nach
Downtown
zu gelangen (vom Flughafen
aus gesehen). Die Orientierung ist recht einfach, da das Strassensystem
im wesentlichen schachbrettartig
angelegt ist. Direkt in Downtown einen Parkplatz zu finden kann
schwierig sein und wer mit einem Motorhome oder Van-Camper unterwegs
ist, sollte hier in südliche Richtung fahren, da ab 10th Ave.
die Chancen immer grösser werden ein geeigneten Platz zu finden.
Wir haben ohne Probleme in der 12th Ave. einen gebührenpflichtigen
Parkplatz gefunden, wo wir unseren Van parken konnten. Für 3
Stunden haben
wir 6 C$ bezahlt. Downtown Calgary ist von hier in ca. 10 Minuten
zu Fuss erreichbar. |
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Für einen Touristen, der Calgary das
erste Mal besucht, ist es fast eine Pflicht auf den Calgary Tower
hinauf zu gehen.
Der 1968
fertiggestellte
Turm ist jetzt leider mit seinen
191 Meter nicht mehr das höchste Gebäude der Stadt, aber die Aussicht
ist dennoch faszinierend. Vorallem bei schönem klarem Wetter, denn
dann sind in der Ferne gut die Rockys zu sehen. Kostenpunkt 10 C$.
Das rechte
Bild zeigt den südlichen Teil der Stadt, dort wo es genug Parkplätze
hat. |
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Wenn einem nicht gerade der Petro-Canada
Tower, mit seinen 210 Meter Höhe das höchste Gebäude in Calgary (unteres
Bild), die Sicht versperrt, geniesst man einen schönen Blick über
die Stadt
und mit all ihren Sehenswürdigkeiten. Auf
dem oberen Bild ist gut der Stampede Park zu erkennen mit dem berühmten
Saddledome.
Dieses
einmalige
Stadion
mit dem Dach in Form eines Pferdesattels wurde anlässlich der Olympischen
Spiele 1988 erstellt. Das 18000 Zuschauer fassende Stadion ist heute
die Heimat der Calgary Flames, Calgarys Eishockey-Mannschaft.
Die Stampede. Immer am Freitag des zweiten Wochenendes im Juli beginnt
in Calgary die berühmt und berüchtigte Stampede, das Rodeospektakel,
das ganz Kanada verrückt macht und Calgary während 10 Tagen auf den
"Kopf"
stellt. Eine Mischung aus Wildwestspektakel Viehmarkt und Volksfest.
Wer sich zu dieser Zeit in Calgary befindet, sollte sich das eine
oder andere Rodeo sicher mal anschauen. Wir waren leider ein paar Wochen
zu früh dran und konnten nur die beginnenden Aufbauarbeiten beobachten. |
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Downtown Calgary ist überschaubar und
lässt sich problemlos zu Fuss erkunden. Die autofreie Zone befindet
sich an der 8. Ave, von wo man auch einen guten Blick auf den Calgary
Tower hat. Von Interesse ist hier vor allem der Elevated Walkway. Ein
Fussgängerweg, der in einer Höhe
von
4.5 Meter
durch die
ganze Stadt führt. Auf einer Länge von 16 Kilometer durchquert der
Walkway über 100 Gebäuden und hat mehr als 58 Brücken und das alles
klimatisiert, verglast und vor Regen und Kälte geschützt. Zu einem
Bummel durch die Fussgängerzone gehört unbedingt auch der Besuch der
Devonian Gardens im 3. und 4. Stock des Einkaufs- und Bürokomplexes
Dominion Square. |
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| Gegen 15 Uhr machten wir uns dann auf den Weg zum Olympiapark
von 1988. Der Park selber liegt ausserhalb der Stadt am Trans-Kanada
Highway Richtung Banff und ist ca. 20 Kilometer von der Innenstadt
entfernt. Im Winter das zuhause der "Anfänger-Skifahrer", die Pisten
sind kaum länger als 200 Meter, im Sommer bevölkern die Downhill-Biker
den Park. |
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Anstatt auf eigene Faust ziellos durch das Gelände
zu tigern, entschieden wir uns für eine geführte Tour. Und
wir hatten Glück, denn wir sollten den Führer, einen jungen
Sportstudenten, ganz für uns allein haben. Mit ihm hatten wir
Zugang z.B. in die Halle mit den Eiskanälen, in der Bobfahrer
auch im Hochsommer trainieren können. Er führte uns aber
auch auf die Skisprungschanze: dort ganz oben zu stehen, wo sonst die
Ski-Asse losbrettern war schon schwindelerregend. Stolz berichtete
der junge Mann, dass Calgary die einzige Stadt sei, die auch nach den
Olympischen Spielen noch Profit aus den Anlagen erwirtschaftet. Tja,
geschäftstüchtiges Völkchen eben diese Kanadier. Die
geführte Tour kostet 15 C$, ohne Führer ist der Park für 10 C$ zu besichtigen. |
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| Langsam wurde es Zeit auf die Suche nach einem Nachtplatz
zu gehen. Wir verliessen Calgary in Richtung Norden, da es morgen nach
Edmonton weitergehen sollte. Einige Kilometer hinter der Stadtgrenze
fanden wir abseits der lauten Hauptstrassen den privaten Campingplatz
Symon's Valley. Nichts grossartige, wir sollten noch viel schönere
Schlafplätze auf unserer Tour bekommen, aber glücklich und
zufrieden mit unserem ersten richtigen Urlaubstag fielen uns schon
bald die Augen
zu. |
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