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| Der Jetlag sorgte dafür, dass die Nacht bereits um 6 Uhr vorbei
war. Es hatte zu regnen begonnen und die Wettervorhersage, die aus
dem
Radio zu hören war, sagte nichts gutes voraus. 80% Regenwahrscheinlichkeit
für Calgary und Edmonton in den nächsten zwei Tagen. Gegen
9 Uhr verliessen wir den Campingplatz. Der Regen prasselte unaufhörlich
auf unseren Camper und die Wolken hingen so tief, dass man kaum
was erkennen
konnten. |
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Wir wechselten dann auf den Highway Nr. 2 der Calgary
mit Edmonton verbindet. Die Nr. 2, auch East Access Route
genannt, führt durch eine flache eintönige Prärielandschaft,
die ihr Bild auf den 292 Kilometer kaum ändert.
Einzig die Bäume werden
nach Norden hin zahlreicher.
Der Verkehr ist kaum erwähnenswert, interessant sind hier
einzig die Lastwagen, die einem auch bei 100 Stundenkilometer noch überholen.
Nach 3 Stunden Nonstopfahrt Ankunft im etwas ausserhalb gelegenen
Visitor
Center von Edmonton. |
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| Nachdem wir uns mit diversen Stadtplänen
eingedeckt hatten, machten wir uns auf den Weg zum Fort Edmonton
Park. Der Park liegt am Südostufer des North Saskatchewan
River direkt am Highway Nr. 2. Da wir schon einige Museumsdörfer
gesehen haben, waren wir natürlich gespannt was uns hier erwarten
würde. |
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Im Jahr 1846 im Bereich des heutigen Regierungsgebäude
gegründet, wurde der Handesposten (Hudson Bay Company) in den
1970er Jahren am Ufer des Flusses wieder neu aufgebaut. Es ist zwar
ganz
nett, mit der Eisenbahn und den riesigen Pallisaden des Forts, aber
an Barkerville kommt der Park bei weitem nicht heran. |
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Das mag vielleicht auch daran liegen
das der Park eben nicht an der Originalstelle steht wie das eben
bei Barkerville der Fall ist. Der Park ist in vier Bereichen eingeteilt.
Am hintersten Ende liegt das Fort; am besten fährt man mit
der Eisenbahn dorthin und spaziert dann zurück; anschliessend
kommt das Museumsdorf mit den typischen Edmonton-Strassenzügen aus
den
Jahren 1885, 1905 und 1920. Hier kann man gut die Entwicklung verfolgen,
die
in diesen
Jahren gemacht wurden. Postkutsche und Eisenbahn komplettieren
das nostalgische Bild. Die meisten Gebäude können besichtigt werden
und es ist machmal erstaundlich,
was es dazumal
schon
alles gegeben hat. |
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Das interesanteste an dem Park ist mit Sicherheit das Fort mit seinen
Pallisaden aus dem Jahr 1846. Im Innern des Forts können die Gebäude
ebenfalls besichtigt werden, so dass man sich ein Bild machen
kann, wie
das Leben im Handelsposten anno dazumal so ablief.
Der Park selber ist ein beliebtes Ausflugsziel der hiesigen Schulklassen
und man muss sich auf viele Kinder gefasst
machen. Ansonsten würde
ich den Park als gelungen bezeichnen und wer Interesse an historischen
Gebäuden und deren Geschichte hat, sollte sicher hier vorbeikommen. Eintritt
10C$ |
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| Am späteren Nachmittag stand dann ein weiterer
Höhepunkt auf dem Programm. Die West Edmonton Mall, oder kurz gesagt,
das WEM. Das weltgrösste überdachte Shopping- und Entertainmentzentrum.
Vom Fort Edmonton Park nur ein Katzensprung enfernt. Aber auch
sonst ist das WEM leicht zu finden, da es weiträumig aussgeschildert
ist. |
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Die Dimensionen der WEM sind überwältigend.
Schon der Anblick der riesigen Parkplätzen rundherum lassen erahnen
was drinnen vorsichgeht. Die Zahlen sprechen für sich: rund 18000
Menschen arbeiten hier, es hat ca. 800 Läden, 110 Restaurants, 11
Kaufhäuser und über 30 Kinos. Wem das Einkaufen zu langweilig wird
kann sich auch anders beschäftigen. Zum Beispiel in Galaxyland, wo
neben anderen Attraktivitäten eine riesige Achterbahn für Nervenkitzel
sorgt. Wer hier ins Schwitzen kommt, was ohne Probleme möglich ist,
kann sich anschliessend im Wasserpark mit seinen zahlreichen Rutschbahnen
erholen. |
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Wer dann immer noch nicht genug hat, schnallt
die Schlittschuhe an, um sich auf dem orginalgrossen Eishockeyfeld
auszutoben. Wem dies alles zu stressig ist, empfehle ich die Wassershow
mit Delfinen und Seehunden oder eine Runde
Minigolf zu spielen. Wer mal einen Nachbau der Santa Maria
sehen möchte, mit der Columbus Amerika entdeckte, kann dies ebenfalls
tun, natürlich in Originalgrösse und wer über Wasser alles gesehen
hat, der erkundet mit dem U-boot die Unterwasserwelt.
Es gibt nichts, was es nicht gibt im WEM. Wenn
das
Geld für den totalen
Konsum nicht reicht, hilft vielleicht ein Besuch der Bingo-Halle
oder des Spielkasinos.
Wir haben ja schon einige Shoppingcenter gesehen, aber das hier
sprengt alles. Obwohl wir an einem ganz normalen Freitag hier waren,
war
unglaublich
viel
los.
Ich jedenfalls möchte hier nicht in der Weihnachtswoche einkaufen
gehen - das würde ich nicht überleben. |
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Nun, die WEM ist ein Besuch wert, auch bei schönem Wetter. Wer
eine Familie hat oder eine Frau, die gerne Shoppen geht, sollte
sich die West Edmonton Mall vielleicht erst am späteren Nachmittag
anschauen, denn der Tag ist dann bestimmt gelaufen.
Hier noch ein paar Tipps. Am besten holt man sich gleich eine Map
am Eingang, damit die Orientierung leichter fällt. Im weiteren
sollte man sich gut merken, wo man sein Auto abgestellt hat.
Die Parkplätze sind riesig. Nicht zu weit weg parkieren,
denn je
weiter
weg man
ist, desto höher ist die Einbruchsgefahr. Motorhome und Camper müssen
aufpassen, da sie nicht überall hineinfahren dürfen. |
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Nachdem wir uns ca. 4 Stunden im WEM
aufgehalten haben, suchten wir uns einen Übernachtungsplatz.
Rund um Edmonton ist das recht schwierig, da es nur wenige Campingplätze
gibt, die in der Hochsaison schnell mal voll sein können.
Wir haben uns wieder für einen RV-Park entschieden. Grillieren und
Feuer
machen
war bei diesem nasskalten Wetter sowiso nicht angesagt.
Immer wieder ein Hingucker. Die Riesigen Motorhomes der Kanadier. |
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