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| Unser letzer Tag in Yellowknife. Heute stand der
Ingraham Trail auf unserem Programm. Die einzige Strasse, die weiter
Richtung Norden bzw. Osten führt. Es nieselte leicht, als wir
uns an diesem Freitag morgen auf den Weg machten. Zuerst
aber mussten
wir
wieder unser Abwasser ablassen und Frischwasser auffüllen. Das
stellte sich als schwieriger als gedacht heraus. Zum einen wurde
ich beim
Abwasser ablassen regelrecht von einer Horde Moskitos angefallen,
was mich tierisch auf die Palme brachte und dann hatte auch noch
das Frischwasser zuwenig Druck in der Leitung, um in unseren Wassertank
zu gelangen. Toller Start in den Tag. Das sei hier halt so mit dem
Wasserdruck,
erzählte uns der Camp-Ranger. Wir
sollten doch in die Stadt fahren, dort habe es
eine
Dumpstation
mit Frischwasser. Leicht genervt und mit ca. 30 Mückenstichen
am ganzen Körper, fuhren wir abermals in die Stadt. Nach einigem
Suchen fanden wir dann endlich die besagte Dumpstation. Moskitofrei...... |
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Nach dieser Wassersuch-Odysse,
konnten wir dann endlich Richtung Ingraham Trail abdüsen.
Der Trail führt von Yellowknife in östliche Richtung
ins absolute Niemansland der Northwest Territories und endet
nach ca. 70 Kilometer
am Tibbitt
Lake. Wir wollten aber nicht die ganzen 70 Kilometer abfahren,
unser Ziel war der Prelude Lake mit seinem Nature Trail bei Kilometer
30.6. Nach knapp 3 Kilometern fuhren
wir an
einer
riesigen Gold Mine vorbei, die seit 1947 in Betrieb ist. Bei Kilometer
20.7 erreichten wir den Prosperous Lake. Ein See in dem man ausgezeichnet
fischen kann. Der Ingraham Trail schlängelt sich weiter durch
eine sehr schöne Wildnis. Immer wieder fährt man an malerischen
Seen vorbei, die nur so zum Fischen und zum Kanufahren einladen.
Bei Km 24 der Madeline Lake, bei Km 26.4 der Pontoon Lake. |
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Bei Kilometer 28 erreichten wir dann
die Abzweigung zum Prelude Lake. Von hier aus gehts nur noch
ungeteert weiter. Am Lake befindet sich ein sehr schöner Campground
mit 41 Stellplätzen, ein grosser Bootssteg und laut
Plan könnte man sogar Kanus mieten. Wir haben aber keine Vermietstation
gesehen. Wir sind ja auch nicht zum Kanufahren hierher gekommen,
wobei es uns schon gereizt hätte, hier auf
dem See ein wenig rumzupaddeln. Wir wollten wandern, auf einem
sehr schönen Wildnis Trail, der mit viel Liebe zum Detail
angelegt wurde.
Der Nature Trail ist ein Wildlife Trail, bei dem die Besonderheiten
der Tier- und Pflanzenwelt unter den herrschenden klimatischen Verhältnissen
erläutert werden. |
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Bei kühlen 12 Grad und nicht gerade
den besten Wetteraussichten, begaben wir uns auf den ca.
2 Stunden langen Rundweg.
Am Anfang
noch
recht einfach, führte der Trail bald den Hügel hoch über
viele bemooste Gletschersteine (vorsicht rutschig). An einigen Stellen
bietet sich ein wunderschöner Blick auf den Prelude
Lake mit seinen vielen Armen und Inseln |
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Neben vielen Wegweisern und Interpretive
Signs, staunten wir nicht schlecht als es am höchsten
Punkt sogar Parkbänke gab.
Während
am einen Ende des Sees rechtzeitig zu unserer Ankunft dort
oben die
Sonne erschien, regnete es an der anderen Seite gerade heftig und
wir konnten von unserem Aussichtspunkt dieses Schauspiel mitverfolgen.
Wir hätten ewig dort oben sitzen können und hätten
genug zu schauen gehabt. Mit jeder Wolke, mit jedem Sonnenstrahl änderte
sich das Bild. Wir verliessen aber den Hügel als es auch
bei uns anfing zu regnen. Die moosbedeckten Gletschersteinen können
bei Regen sehr glischtig werden, so dass sschnell mal
was passieren kann. Zudem sind wir bis jetzt noch keinem Menschen
begegnet. Nach gut
2 Stunden erreichte wir wieder unseren Van. Auf der ganzen Wanderung
haben wir etliche Tierspuren gesehen, die dazugehörenden Tiere
fehlten leider. Dank des Windes konnten wir die Wanderung sozusagen
Moskitofrei absolvieren. Ein richtiges Vergnügen......
GPS Koordinaten Prelude Lake Aussichtspunkt
N 62.34.304, W 113.59.410, Höhe 227m.ü.m |
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Zum Lunch fuhren wir auf den Campingplatz. Der
etwas verwahrloste Ranger, der uns den Weg zeigte, war glücklich
als wir ihm sagten, wir hätten den Nature Trail gemacht. Er
sei froh über jeden, der ihn geht. Mit gestärktem Magen ging's zurück
nach Yellowknife.
Der Ingraham Trail führt vom Prelude Lake weiter
in die nördliche Wildnis. Hier ein paar Angaben. Bei Km 44 erreicht
man den Powder Point am nördlichen Ende des Prelude Lakes. Von
hier aus kann man eine sehr schöne, mehrtägige Kanutour
machen, die bis nach Yellowknife zurückführt. Bei Km 45.8
erreicht man den Hidden Lake mit den Cameron Falls, die
sicher
bei schönem Wetter interessant anzuschauen sind. Bei
Km 59 erreicht der Ingraham Trail den Reid Lake Territorial Park
mit
Campground.
Dieser hat 56 Stellplätze und soll ebenfalls sehr schön
am See liegen. Bei Km 69 stösst man dann auf den Tibbitt Lake
und auf das Ende des Ingraham Trail. Weiter geht die Strasse nur
noch im Winter. |
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Zurück in Yellowknife hiess es dann Benzin auftanken, Essen kaufen,
Souveniers ergattern. Der Benzinpreis in der Stadt lag
so um 1.03$, was der tiefste war, den wir in den Northwest
Territories gesehen haben. Mit ein bisschen Wehmut und dem Gedanken,
dass wir wahrscheinlich nie mehr hierher kommen werden, verliessen
wir Yellowknife gegen 16 Uhr, Good Bye, the Great Northern End.
Fazit: Yellowknife
ist eine Reise wert und wer die Northwest Territories bereisen möchte,
sollte den Abstecher in die Hauptstadt sicher unter die Räder
nehmen. Gewiss, Yellowknife ist nicht die Stadt, die man unbedingt
sehen muss, aber schon der Weg dort hinauf durch die riesige Mackenzie
Bison Sanctuary ist ein spezielles Erlebnis.
Kurz hinter dem Airport hatte uns die Wildnis
wieder und auch die
32 Kilometer lange Schotterstrasse fing kurz dahinter
wieder an. Wir fuhren dann noch eine Zeitlang Richtung Süden
weiter. An einer Day use Area am North Arm bei Km 108 war dann
aber Schluss für
heute. Hier hatten wir einen herrlichen Blick auf den Great Slave
Lake. Das Wetter wurde auch wieder besser
und ab und zu kamen auch die Sonnenstrahlen wieder zurück. Bei einem
Rundgang erblickten wir dann zahlreiche Bären- und Büffelspuren.
Die Tiere dazu sahen wir aber nicht. Moskitoplage stark. |
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