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| Das hübsche Städtchen Banff ist das attraktive, aber überlaufende Zentrum des Nationalparks. Banffs Entwicklung begann mit der Entdeckung heisser Quellen um 1880. Heute leben hier ca. 5500 Einwohner, die sich hauptsächlich um die Touristen aus aller Welt kümmern. Banff ist sehr gut erschlossen und auf dem gut ausgebauten Trans-Canada Highway sind es bis Calgary nur gerade 140 Kilometer. |
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Den letzten richtigen Reisetag wollen wir gemütlich angehen. Der ganze Tag ist Banff und Umgebung gewidmet. Hier wird viel geboten und man kann sich ohne weiteres einen oder mehrere Tage beschäftigen. Da wir ohnehin in der Nähe waren, haben wir zuerst einen Blick auf den Lake Minnewanka geworfen, den grössten Stausee im Nationalpark auf dem auch Motorboote zugelassen sind. |
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Der Stausee ist nicht sonderlich spektakulär und trotzdem, wer Zeit hat kann hier schöne Wanderungen und Mountainbike Touren machen, oder es sich auf einem Ausflugschiff gemütlich machen. Der See wurde 1942 gestaut und liefert heute noch Strom für die Stadt Calgary. Eichhörnchen sollte man nicht füttern, aber die Viecher wissen genau, was sie machen müssen, um etwas von den Menschen zu bekommen. Nach anfänglicher Skepsis, verlieren sie nach ein paar Minuten jede Scheu und kommen so Nahe, dass man sie fast berühren kann. |
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| Die Weiterfahrt auf dem Minnewanka Loop führt an der Kohlemine Bankhead vorbei. Hier hat der Nationalpark Service einen Walking Trail hergerichtet, der durch die ehemaligen Kohlestadt führt. 1922 wurde die Mine geschlossen und über 900 Leute verliessen die Stadt. Heute errinnern nur noch vereinzelte Gebäude und Maschinen an diesen geschichtsträchtigen Ort. Der 1.1 km lange Weg ist in gut 45 Minuten zu bewältigen. |
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Panoramabild |
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Weiter ging's, immer noch auf dem Minnewanka Loop, zu den Sandsteinformationen Hoodoos mit schönem Blick ins Bow Valley. |
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Jetzt wechselten wir auf den ebenfalls empfehlenswerten Tunnel Mountain Drive. Beim kleinen, meist überfülltem Parkplatz führt ein 2 km langer Trail den Berg hinauf zum Gipfel, von wo aus man einen schönen Blick auf Banff und Umgebung hat. Wir sind nicht hinauf gelaufen, sondern fuhren weiter zum Bow Falls Overlook. An dieser Kehre gibt es ebenfalls einen viel zu kleinen Parkplatz. Von hier aus kann man nicht nur die Bow River Wasserfälle überblicken, sondern auch und vor allem die Schokoladenseite des schlossartigen Fairmont Banff Springs Hotel. Natürlich haben wir es uns nicht entgehen lassen und einen Blick ins Innere des Hotels gewagt. Wer mal ein bisschen besser hausieren möchte und das nötige Kleingeld hat, wäre hier gut aufgehoben.
Ein weiterer lohnenswerter Ausflug: mit der Gondelbahn auf den Sulphur Mountain. Von hier oben hat man eine fantastischen Sicht auf Banff und den Nationalpark. Wir waren bereits im Jahr 2001 dort oben und verzichteten diesmal drauf. Es gibt noch viele weitere gute Ausflüge rund um Banff, ein Blick ins Visitor Center darf daher sicher nicht fehlen. |
| Als nächstes fuhren wir zu den Cave & Basin Hot Springs - Schwefelquellen 2 km ausserhalb des Ortszentrums, denen Banff seine Entstehung verdankt. Die Anlage ist leider nicht mehr in Betrieb, die heissen Quellen können aber besichtigt werden. Wer Badepool, Teehaus und die heissen Quellen in der Höhle besichtigen will, zahlt Eintritt. Der äussere Teil ist frei zugänglich. An die alte Anlage grenzt ein Sumpf- und Naturschutzgebiet, das auf dem Marsh Loop Trail umrundet werden kann. Von Plattformen aus können verschiedene Vogelarten beobachtet werden. |
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Wer sich für die Geschichte der Indianer interessiert, sollte das Luxton Museum nicht verpassen. Lebensgrosse Szenen demonstrieren das Leben der Indianer vor der Ankunft des weissen Mannes. Eintrittspflichtig. |
| Shopping in Banff. Es gibt wohl keinen anderen Ort im Nationalpark, wo Shopping so angesagt ist wie hier in Banff. Vor allem an der Mainstreet reit sich ein Geschäft an das andere. Und hier ist uns erneut aufgefallen, was uns schon in Jasper und Lake Louise stuzig machte. Überall werden Leute gesucht. Beinahe jedes Geschäft sucht einen oder mehrere Mitarbeiter. Es scheint, als würde es an Arbeitskräften mangeln. Nun, wir haben uns erkundigt und erhielten eine erstaunliche Antwort: Das Problem in Banff und anderen Orten der Nationalparks ist nicht die Arbeit, sondern das Wohnen. Es gibt einfach keinen Wohnraum. Wer also eine Arbeitsstelle findet, hat noch lange kein Dach über dem Kopf. Da freies Campieren im Nationalpark nicht erlaubt ist und die Tage auf den Campgrounds begrenzt sind, können viele Menschen die Arbeitstelle gar nicht annehmen. |
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Banff ist auch die einzige Stadt im Nationalpark, wo auch am Abend was los ist. Die vielen Restaurants und Bars laden einem förmlich ein, hier zu bleiben, auch wenn die Preise verhältnismässig hoch sind. Zum Abschluss unserer Reise konnten natürlich auch wir nicht wiederstehen. Wer mal so richtige, grosse, saftige Spar Ribs essen möchte, der sollte bei Tony Roma's vorbeischauen (Mainstreet, Reservierung empfohlen). Es seien die besten in der Stadt, sagt man. Wir können das nur bestätigen.
Übernachtet haben wir auf einem dieser riesigen Tunnel Mountain Campgrounds nur wenige Kilometer ausserhalb von Banff. Alle drei zusammen bieten über 1000 Plätze an. Auch auf diesen Campgrounds herrschte akute Bärengefahr. Am Tag vorher wurde sogar einer dieser Schwarzbären mitten im Campground gesichtet.
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